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Sonntag, Juni 18

Darum sage ich dir: Ihre große Schuld ist ihr vergeben worden. Eben deshalb hat sie mir so viel Liebe erwiesen."

Gestern habe ich ja ein bisschen von früher erzählt...und ich hatte gar nicht mal so unrecht, als ich gesagt habe, es ist mir vorgekommen wie ein anderes Leben, denn das war es auch. Wie einige die hier schon länger mitlesen wissen, sind wir Christen. Entschiedene Christen. Ich werde wenn ich das von mir erzähle manchmal recht schräg angeschaut. Entschiedene Christen, was bedeutet das? Bin ich deshalb besser oder schlechter wie andere? Ich versuche Euch mal ein bisschen was zu erzählen. Es war also wirklich ein anderes Leben.... ich war feiern, hab Party gemacht, meistens war Alkohol mit im Spiel.... und glaubt mir, ich habe wirklich hart gefeiert. Vielleicht wollte ich auch ein bisschen fliehen von dem was von meinem Zuhause noch übrig war... Die Mutter krebskrank, der Vater ständig angetrunken (besoffen) ... Vielleicht... wie dem auch sei... in dieser Zeit lernte ich dann meinen jetzigen Exmann kennen, bin schwanger geworden, es wurde geheiratet... so meine Urspungsfamilie also nicht mehr das, was ich als Kind kannte, hatte ich jetzt meine eigene kleine Familie... Ich bin, wie schon als Kind, ab und an in die Kirche, aber Jesus und Gott spielten da nicht wirklich eine Rolle in meinem Leben... es war Tradition und manchmal ein bisschen mehr.. dann wenn ich Abends im Bett gelegen habe und schon mit Gott gesprochen habe, einen Gott der mir mehr schien wie ein Fürst bei dem man um etwas bitten muß. Keiner der sich wirklich für mich interessiert. Ich war Ministrantin und naja.. hab halt das gemacht, was in einem katholischen Dorf erwartet wird... manchmal.. manchmal auch Nicht! Das zweite Kind kam... eine Ehe kann man mit Kindern nicht retten.. weiß ich heute... Jesus kann Ehen retten, keine Kinder. Kinder reißen alles auf, liegt schon in der Natur der Geburt. Wieder Party... um einem Stück dem Alltag zu entfliehen... der Ehe... die keine mehr war. Dann die Trennung..... Der Auszug, am Wochenende gearbeitet, in einer Kneipe... ein bisschen Geld verdient.. auch wenn ich Abi hab und sogar eine abgeschlossene Berufsausbildung, ist es schon schwer mit Unterhalt und Kindergeld klar zu kommen ... heute und vor 12/13 Jahren auch. Während dieser Zeit habe ich meinen Mann kennengelernt.. (eine andere.. schöne Geschichte ) Irgendwann der Umzug... angekommen hier in Bayern bin ich irgendwann von einer Nachbarin angesprochen worden, ob ich Lust auf ein Müttertreffen hätte, wäre Freitags bei ihr.. es hat mich damals schon Überwindung gekostet.. ihr wisst schon HS und so.... aber dort habe ich das erste Mal davon gehört, dass sich Jesus für mich interessiert.... Ich bin dann in den Gottesdienst... völlig anders wie das was ich von daheim kannte.... Frei!!! Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Die Anfangszeiten waren auch noch schwierig, mal bin ich hin, dann wieder nicht... Aber die Beziehung zu Jesus hat Formen angenommen, hat sich verfestig... ich habe ein Fundament gefunden was ich so lange gesucht habe. Ich habe mich nicht neu taufen lassen, ich bin schon getauft.. und ich habe damals schon in meiner Kindheit von Gott gewußt, kennengelernt habe ich ihn erst, als ich angefangen hab Zeit mit ihm zu verbringen. Richtig kennen werde ich ihn hoffentlich wenn ich irgendwann mal bei ihm sein darf. Warum ich das heute hier erzähle.. weil es zu mir gehört... ich weiß, viele Menschen sind auf der Suche, so wie ich es war... ich habe immer noch gute Zeiten , immer wieder schlechte Zeiten, ein Leben mit Jesus bedeutet nicht Friede Freude Eierkuchen, eigentlich das Gegenteil, ein Leben mit Jesus ist immer wieder spannend, manchmal/oft auch eine Herausforderung...Ich weiß, wie es sich anfühlt, weit weg von Jesus zu sein.. deshalb versuche ich in seiner Nähe zu bleiben, gelingt mir nicht immer.. manchmal besser, manchmal schlechter. Irgendwann habe ich als ich angefangen habe Jugendarbeit zu machen von dem damaligen Pastor einen Spruch bekommen: "Darum sage ich dir: Ihre große Schuld ist ihr vergeben worden. Eben deshalb hat sie mir so viel Liebe erwiesen." Lukas 7,47 Ich habe nicht vergessen wie es ist ohne Jesus zu sein, und ich bin dankbar, dass meine Kinder schon jetzt die Möglichkeit haben eine Beziehung zu ihm zu führen. Das war jetzt ein Facette von mir, leider oder vielleicht Gott sei Dank?, kenne ich nicht viele, die erst so spät beschlossen haben ihr Leben Jesus zu geben, ihm den Mittelpunkt im Leben zu geben, ich freue mich immer wenn andere sich da auch outen... und irgendwie ist es ja heutezutage eine Art Outing zu sagen: Ja ich glaube an Jesus, den Retter der Welt!













Fakten:
Schnitt Kleid: Trägerkleid von Klimperklein mit Flügelärmchen
Stoff Kleid: Panel Schokoeinhorn von Stoff & Liebe

Schnitt Hose: Babyherz von Rosarosa in dreiviertel

Sonntag, Juni 11

Herausforderungen

Wir lieben Herausforderungen.... ja ich glaube, dass macht uns als Familie ein Stück weit aus.. wir sind so der Typ, komm wir versuchen es, vielleicht klappt es ja... ich meine wer bekommt sonst schon in der heutigen Zeit fünf Kinder... dafür muss man schon ein bisschen verrückt sein... oder eben Herausforderungen lieben. Oder naja.. lieben.. lieben ist glaube ich nicht das richtige Wort... ich glaube eher suchen, oder manchmal suchen sie auch uns habe ich das Gefühl. Wißt ihr eigentlich, dass wir in einen 400 Jahre alten Haus leben? Geplant war das nicht... und als ich meinen Mann damals kennengelernt habe, war das Haus auch schon da... nahezu fast entkernt. Also ein Großteil der Arbeit war durch seine Hand schon erledigt, ich Mitte zwanzig, er Anfang dreißig. Als ich ihn mal hier in Franken besucht hat, ganz am Anfang unserer Beziehung, hat er mir das Haus, sein Haus, gezeigt... naja und ich bin nicht sofort weggelaufen.. irgendwann später hat er mir mal erzählt.. wenn die vor dem nicht wegläuft.. dann kann man was mit ihr anfangen... andere Geschichte.. vielleicht erzähle ich die Euch auch irgendwann einmal... naja und ich habe gedacht.. wenn der mich mit meinen zweier Anhang nimmt... kann man was mit ihm anfangen ;) wie gesagt andere Geschichte... vielleicht irgenwann einmal.... Wir hatten heute ganz lieben spontanen Besuch, vielleicht habt ihr es auf Insta mitbekommen... ich bin ja wenn ich Besuch habe.. immer ein bisschen verpeilt.. und vergesse dann Storys und Fotos zu machen, weil wie ich gern sage, die guten Momente brauche ich eh nicht fotografieren, die sind bei mir im Herzen. Die wunderbare Familie hat sich heute also unser Haus angeschaut... und Thorsten hat ein bisschen erzählt.. wie es dazu gekommen ist.... weil eigentlich war damals von ihm alles ganz anders geplant.. und naja während der Bauphase hat sich dann rausgestellt, Haus ist einfach schon wahnsinnig alt.. also half hier nur die Flucht nach vorne... und wir haben über die Jahre immer sehr viel Geld in dieses Haus gesteckt.. unser Herzenshaus... und wie eine Lorelei Gilmore einmal zu sagen pflegte... Das Haus ist nicht Teil unseres Lebens sondern wir sind nur ein Teil seines.. hier in diesem Haus sind schon so viele Kinder geboren, Menschen gestorben, ausgewandert.. es wurde gebetet.. wahrscheinlich mehr als einmal.. denn mittlerweile vermuten wir, dass es damals als Lehen von Mönchen aus Schlüsselau gebaut worden ist.. also der Ursprung ist auf jeden Fall irgendwo da zu suchen... wir haben eine Dorfchronik kopiert... und dort so viele Generationen von Menschen gefunden die hier in diesem Haus gelebt haben.. gearbeitet haben, geweint haben, gelacht haben, Angst gehabt haben, Freude gehabt haben.. es ist schon toll, wenn man so drüber nachdenkt. Jetzt bewohnen wir also dieses Haus seit 2009 und ich fühle mich hier sehr wohl.. angekommen.. das Haus ist so lange noch nicht fertig.. es gibt noch 1000 und eine Baustelle.. aber wir arbeiten uns hier Stück für Stück voran... immer ein bisschen.. bei einigen Baustellen hier im Haus sieht man mittlerweile schon gar nicht mehr die Baustelle.. sie gehört einfach dazu. Was mir immer wieder auffällt wenn uns Menschen hier besuchen, und ich hoffe es ist nicht nur ein Gefühl von mir.. aber sie fühlen sich auch wohl.. vielleicht weil es nicht gebonert und gewienert und steril ist.. Hier in diesem Haus geschieht Leben. Jeden Tag, ganz viel Leben und Liebe.. und ich hoffe immer das Menschen die hier eine Zeit verbringen auch ein warmes Gefühl haben wie wir es haben, die meiste Zeit. Weil natürlich ist es hier nicht immer schön, natürlich wird hier diskutiert und auch leider viel wird es mal laut.. aber so bin ich eben auch.. ich knall auch mal die Türen .. obwohl wir leider hier unten nur eine haben die Frau richtig knallen kann.. aber und eigentlich zeigt mir das, selbst wenn mein Mann mal jobtechnisch woanders hin müßte, ich würde hier bleiben, in unserem Herzenhaus.. noch lange lange nicht fertig... und auch nicht besonders stilistisch eingerichtet.. aber dafür hat es im inneren ganz viel Liebe ♥ Wie ist es bei Euch, was habt ihr für ein Traum Herzenhaus.. Neubau? Altbau? Bauernhof? So wie wir, ein ehemaliger Hof.. mit ein bisschen Geschichte... Schlüsselfertig.. Ausbauhaus? So unzählige Möglichkeiten... ich bin gespannt...










Faktencheck:
Schnitt Oberteil: Trägerkleid auf Tunikalänge vokuhila von Klimperklein
Stoff: Spendenstoff Heldenbär von Alles-fuer-selbermacher
nach einer Zeichnung von Treeebird

Schnitt Leggings: wie immer unser AllTimeFav die Beinschmeicheleien von Rosarosa in 3/4
Stoff auch gekauft bei Alles-fuer-selbermacher