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Freitag, September 2

GEWOLLT.... was zum nachdenken...

Sontje ist gewollt!!!

 (Mamasache)...ein wenig was zum Nachdenken!

... es gab vor längerer Zeit schon einmal einen Post, der so hieß! 
Mir persönlich bereitet seit längerem eine Geschichte Bauchschmerzen, die so nur ansatzweise in den Medien gekommen ist, und die meisten nicht "betroffenen"  wahrscheinlich erst einmal überlesen! Vor kurzem gab es einen Artikel in der "Zeit", der einen Bluttest vorstellt, beschreibt, in dem schon am Anfang der Schwangerschaft die Trisomie 21 festgestellt werden kann... ansich keine schlechte Sache, auch ich hatte im letzten Jahr Angst die Kleine zu verlieren als wie die Chirionzottenbiopsie haben machen lassen. Wir wurden vorher gut beraten, und haben uns da schon klar geäußert, dass egal welches Testergebnis wir bekommen, das für uns keine Konsequenzen hat..... mhhhhhh!!?????..... ja wir sind Christen....allein deshalb war uns von vornherein klar, wir werden mit Gottes Hilfe jedes Leben lieben können, großziehen können, bewundern können, dass er uns schenkt, weil nur er eben allein weiß was gut für uns ist. Diese Einstellung finden einige naiv oder auch blauäugig.. aber wie fahren seit Jahren gut damit. Ich will jetzt auch nicht den Schockzustand runterreden, der nach der Diagnose kam... aber in Gott vertraut, wurd alles gut bisher.... Aber um wieder aufs Thema zu kommen,  für uns wäre dieser Bluttest sicher ein Gutes gewesen, denn ich hätte mich nicht der gefährlichen Chirionzottenbiopsie unterziehen brauchen..........
Aber was werden die Menschen aus dieser Testmöglichkeit machen? Wir kennen sie doch, die Menschen, es wird zunehmend so sein, dass Kinder wie Sontje die nicht mit Standartbauplan auf die Welt kommen, ausselektiert werden... sie werden, weil sie nicht den vermeintlichen Anforderungen der Eltern entsprechen, getötet! Was man dabei aber zu schnell vergißt, dass nicht allein nur bei einer Trisomie, man sich von seinem Wunschkind verabschieden muss, nein, es ist eigentlich vielmehr so, dass wir uns bei jedem Kind von unserer Traumvorstellung eines Kindes verabschieden müssen, bei den Standartbauplankindern (wie ich sie gern  nenne) passiert das nur nicht auf Einmal sondern Stück für Stück, da merkt man im Laufe der Jahre, hey meineTochter ist nicht die Überfliegerin in der Schule, oder mein Sohn hat zwei linke Hände, oder mein anderer Sohn hat ja gar kein musikalisches Talent (nix mit Fussballstadienfüllenden Klavierkonzerten ;) )  was ich damit sagen will, keines unserer Kinder wird unseren Taumvorstellungen entsprechen, weil es sind Kinder... und wir werden damit groß, dass sie eben anders sind, als wir uns das vorgestellt haben.. aber sie eben trotzdem liebenswert sind... jedes einzelne auf seine Art und Weise... Was für ein Druck muss auf den Kindern liegen, die mit bekommen, meine Eltern haben ein Geschwisterchen getötet, nur weil es ihren Anforderungen nicht genügte. Vor einiger Zeit gab es auch schon einen anderen Artikel http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/1957/, in einer anderen renomierten Zeitung, auch hier wird dieses Thema angesprochen.... dort wurd unter anderem von einer Studie gesprochen, wo man vermeintlich festgestellt hat, das selbst Fettleibigkeit für Mütter ein Grund für eine Abtreibung ist... wo werden wir landen wenn das so weiter geht?..... was ist wenn demnächst in der Schwangerschaft ADHS, Autismus, Fettleibigkeit, Schielen, rote Haare, blonde Haare, der IQ was auch immer nachgewiesen werden kann... werden Menschen weiter Gott spielen, oder wird eine angeblich christlich soziale Regierung sich endlich auf ihre Grundwerte zurückbesinnen, und Forschungen für solche Tests nicht auch noch fördern, sondern eben die Vielfalt der Menschheit förden.. die egal obe 46 oder 47 Chromosome, dick oder dünn, bewegungsfreudig, oder ruhig, groß oder klein, blauäugig oder braunäugig, stur oder bewegbar....immer LIEBENSWERT ist!!!!

 Sontje hat uns als Familie komplett gemacht,  sie war genau das Mosaiksteinchen was gefehlt hat, Gott hat uns durch sie die Möglichkeit gegeben die Welt mit anderen Augen zu betrachten. DANKE dafür

uns fürs Lesen, hier noch ein paar Bilder von unserem Königskind







 
Ergänzung: was leider auch viele vergessen, ist, dass die meisten Behinderungen, nämlich über 90 Prozent nicht angeboren sind, sie passieren durch Unfälle, während der Geburt (Sauerstoffmangel) oder oder oder... An diesem ganzen Test stört mich ganz einfach die Tatsache, dass hier eine Grenze definitiv überschritten wird, es wird schon in der Schwangerschaft nach einem bestimmten Genmerkmal gefahndet. Und wenn es dann "gefasst" wurde, bedeutet es doch leider in den meisten Fällen, das Totesurteil! Allein schon, weil die Ärzte, in vielen Fällen einfach nicht wirklich aufklären, sie klären nicht über die Konsequenzen ihrer Untersuchungsmöglichkeiten auf. Ich werde weiter versuchen, Sontjes Sonnengemüt in die Welt zu bringen, um zu zeigen, sie ist jede Träne wert, jeden Kampf wert jedes Sekunde in der sie uns mit ihrer Liebe überschüttet ist es wert weitergegeben zu werden... auch wenn sie mich jetzt schon oft an meiner Kräfte Grenzen bringt... aber Gott gibt mir auch hierfür alles nötige.. und mehr braucht es doch nicht....oder???








Kommentare:

  1. puh ... was ein Text und ein Thema - schwere Kost :o(

    Zu erst aber mal, was für eine schön/ neu gestaltete Seite hat das Königskind ♥ ♥ ♥ gefällt uns aus gesprochen gut!!!!

    Zu dem Text heute, der liegt erstmal schwer auf dem Magen und muss verdaut werden. Erschreckend zu lesen wie wir Menschen uns immer als Gott auf spielen und was ein persönlicher Segen, das wir durch unsere besonderen Kinder eine andere Sicht auf viele Dinge haben, die Welt mit anderen Augen sehen dürfen. Ich hoff das wir den Zauber unserer Kinder in die Welt tragen können und wenn es "nur" die vielen bezaubernden Blogs über unsere Kinder sind. Wir müssen einfach weiter machen und zeigen das jedes Leben lebenswert und kostbar ist!!!!

    So jetzt hab ich Tränen in den Augen, dieses Thema geht ganz schön nahe ...


    Wir haben euch so lieb und erst das Königskind Sontje hat einen ganz besondern Platz in unserem Herzen ♥ ♥ ♥

    Wir knuddeln euch

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  2. ...ich bin nicht getauft * meine Kinder schon...es war ein Versprechen an Gott* ja ich bin gläubig...dafür muss man nicht getauft sein oder immer in die Kirche gehen...und ich denke wie Du ...man soll das annehmen was Gott einem schenkt! Jeder aber wirklich jeder hat etwas schönes an sich...ob die Augen..lächeln..das Herz.Ich habe einen Autistischen Sohn einen Zwilling im Alter von 23 Jahren bekommen...in dem Alter läßt sich niemand besonders untersuchen und diese Behinderung kann auch nicht vorher festgestellt werden...ich bin froh es nicht gewusst zu haben...ihn so von Anfang an ohne Ängste ins Herz geschlossen zu haben! Er ist das Beste was und in dieser 6 Köpfigen Familie passieren konnte!Nächste Woche werden sie 18 die Eineiigen und doch so verschiedene Jungs;)

    Und unsere Emily...Nachzügler Wunschkind...da wurde zwar getestet,
    der Befund war O.K und... trotzdem hat sie einen Reflux des Urins...1 Op hinter sich...seid 3 Jahren tägl Antibiotikum gabe...tägl Angst das es ihr wieder schlecht geht...doch mal eine Niere kaputt gehen könnte...

    Gott weiß schon warum das alles so sein soll...

    Herzlich Marion

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  3. Susanne:
    Meine Mama hat das auch schon was dazu geschrieben und weil ich es gelesen habe weiss ich jetzt was Du da schreibst.
    Ich habe ja jetzt noch schlechtere Augen und meine Mama auch. Und meine Mama sagt immer, "Susanne, nicht naschen, lieber Obst, sonst wirst Du so kugelrund wie ich"...kann man sowas echt schon bei einem Baby testen? Aber ich lass das mal nicht machen, oder schon wenn das Baby Medizin braucht. aber nicht wegen einer Abtreibung. Bei uns haben Nachbarn gesunde Zwillinge gehabt und der eine Bub hat mit dem Moped einen Unfall gebaut. Und nun kann er nimmer laufen, nimmer reden und muss gepflegt werden.
    Meine Schwester wollte auch nicht dass die Frau Doktor das Baby, denJulian abtreibt. Leider ist er dann allein ein Engel geworden.
    Vielleicht mach ich mal einen Aufklärungsberuf.
    Deine Susanne

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  4. Hallo!
    Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich frag mich nur gerade- warum musstet ihr die Chorionzottenbiopsie machen?
    Für mich kamen jegliche Untersuchungen nie infrage.
    Klar, man weiß worauf man sich einstellen kann- das Risiko das KInd zu verliren hat mich aber abgehalten. Gott wird schon wissen was er mir zumutet. Das meiste ist ja dnan zur Feindiagnostik klärbar- eher wollte ich auch gar nix wissen. Ich frag aus Interesse- ich möcht gern später nochmal 1- 2 Kinder und werde dann vermutlich altersbedingt auch von den Ärzten genervt und sammel schon mal Argumente für und gegen Untersuchungen*g* liebe Grüße und schönes Wochenende!

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  5. Ich hab Susanne schreiben lassen, weil wir am Wochenende schon ständig über den Artikel gesprochen haben.
    Ich bin momentan müde ständig erklären zu müssen, warum es ist wie es ist....
    Wenn ich all das lese bin ich noch mehr stolz auf meine Grosse, die sich vor 1 1/2 Jahren klar gegen die Abtreibung von Julian entschieden hat. Diese tausende von Tränen, dieses endgültige Gehen von dem kl.Zwerg. Keine Sekunde würde sie vermissen wollen. Und geholfen hätten ihr von all den Fachleuten nur diejenigen, die "Abtreiben" in Kopf und Herz hatten. Frauenärztinnen, die am 23.12. sagen "das tun sie sich aber nicht an, das ist schnell vorbei. Machen wir gleich einen Termin!"
    Wenn ich dann Bilder von Euren Kindern sehe, lese wie schön Ihr es den Kindern macht...dann kommen mir die Tränen. Um jede Hilfe muss man betteln, den lebenden Kindern wird nichts gegeben ohne Anstrengung, Zeitaufwand...
    Gottvertrauen kennen nicht mehr viele Menschen. Wir sind froh, dass wir es haben.
    Liebe Grüsse
    Elisabeth

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  6. Katharina: wir mußten natürlich keine Chirionzottenbiopsie machen, aber ich seh es als Weisung an, denn für uns war der Weg der richtige... ich bin sehr dankbar dafür, dass ich vorher wußte das Sontje ganz besonders ist.
    Eliasbet u. Susanne: ich mußte diesen Text schreiben, um selber Klarheit zu bekommen... Leider wird das Töten betroffenen Familien viel zu einfach gemacht, und leider gibt es viel zu wenig Aufklärun auf Seiten der Ärzte.. wir können nur versuchen,unsere Kinder unter Vorbehalt in die Öffentlichkeit stellen, denn nur so wird es normal sein, anderns zu sein.

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  7. Liebe Bubbels!
    Schon als ich anfing hier zu lesen, war Deine Entscheidung während der Schwangerschaft bewusst JA zu sagen, für mich ein so herausragender Punkt.

    Wenn von der Politik, der Gesellschaft solche Tests befürwortet werden, unterstützt werden, wenn der Arzt sagt:" Sie haben natürlich die Möglichkeit der Abtreibung."....dann wird diesen Frauen suggeriert, sie würden einen falschen, einen abweichenden Weg gehen, wenn sie sich für ihr Kind entscheiden.
    Ich denk da auch viel an meine beiden Töchter....wie werden sie das erleben?

    Ich hab den Test nicht machen lassen, weil ich wusste, dasss ich mir mein Kind niemals, niemals nehmen lassen würde.
    Ich hab vertraut.
    Vertraut in das Leben.
    Auch als wir die Diagnose hatten, so verzweifelt ich auch war.
    Und mein Jonathan hat mir gezeigt, dass ich ganz ruhig sein darf, dass ich mich nicht sorgen muss.
    Er hat uns "rund" gemacht...und, er hat mich stark gemacht.

    Danke, Leben.
    Barbara

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  8. Also erstmal muss ich dir sagen, dass eure MiniMaus sowas von süß ist und dann....

    schreibst du mir aus der Seele. Ich bin kein gläubiger Christ, oder viell. doch und mir ists nicht bewusst. Wir haben es erst ein paar Stunden nach der Geburt erfahren, dass unsere kleine Franzi ein ganz besonderes, augenöffnendes, tolles, liebes und genauso normales kleines Mäuslein ist wie wir es brauchen. Ja, ich war damals auch geschockt, aber ein paar Stunden drauf war ich wieder einigermaßen hergestellt. Vor allem weil mir mein Mann gezeigt hat wie normal sie ist. "Sie hat zwei Ärmchen, zwei Beinchen, einen Kopf und alles was so ein kleiner Mensch braucht zum Leben. Sie ist unser Kind. Und wir haben sie verdient." Und ich muss sagen, ja wir haben sie verdient. Sie hat mich dazu gebracht über mein bisheriges doch sehr leistungsorientiertes Leben nachzudenken. Und es für den falschen Weg (für mich) zu finden. Ich habe mich entschlossen ein Studium Soziale Arbeit (nicht wie geplant Maschinenbau) zu beginnen (ja, ich bin in meinem hohen Alter jetzt Studentin), mit einer sehr lieben Freundin den L(i)ebenswert e.V. zu gründen, mich für meine Mitmenschen einzusetzen und den Mund aufzumachen wenn mir was nicht passt.
    Ich finde es schrecklich wenn sich irgendjemand herausnimmt und sagt, das Standardleben ist lebenswert und ein leicht abweichendes Leben nicht. Was ist denn "normal"? Wer definiert das? Warum ist es denn nicht normal 47 Chromosomen oder drei Ohren oder orange Haare zu haben? Ist es denn normaler egoistisch, gewalttätig oder karrieregeil zu sein? Ich finds anders besser. Meine Maus ist bestimmt kein Mensch, der jemanden verurteilt, weil er blind ist, etwas langsamer läuft, oder einfach anders aussieht. Nein, sie verurteilt nicht mal diese ganzen Egoisten, die der Meinung sind, dass Trisomie21-Kinder keine Lebensberechtigung haben. Nein, sie ist glücklich so wie sie ist....

    Danke liebe Bubbles, für deine tollen Worte.
    Danke dass ausgerechnet ich jemanden an meiner Seite habe, der absolut liebevoll ist und mir so viel beibringt ♥
    Tine

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  9. Du hast mir mit diesen Zeilen ganz tief aus dem Herzen gesprochen... mehr kann ich zu diesem Thema gar nicht sagen, weil es mich sehr aufwühlt, in welche Richtung sich diese Gesellschaft wieder!!! bewegt...

    Danke,

    Sabine

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  10. Ja, wenn man den Gedanken von der totalen Selektion (hatten wir das nicht schon mal vor gut 60 Jahren?)weiter spinnt udn sieht, wie systematisch, ja mit wissenschaftlicher Präzision, die einen Dr. Josef M. stolz gemacht hätte, hier gegen Hilfsbedürftige und Schwache vorgegangen wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es ethisch vertretbar scheint, Schwache auch nach der magischen Geburtsgrenze auszusortieren. Willkommen in der Welt von "Flucht ins 23. Jahrhundert" oder "Soylent Green"...

    Stefan

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  11. Sehr schöne und vor allem wahre Worte. Ich habe bei meinen Kindern den Test nicht machen lassen. Es hätte nichts geändert. Ein Kind ist gesund, das andere kämpft mit ganz vielen gesundheitlichen Problemen. Trotzdem hätte ich mich nie anders entschieden.

    Ganz liebe Grüße
    Brigitte

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  12. Hallo Bubbels
    Du schreibst mir aus der Seele...ich kann und will mir ein Leben ohne unsere Henriette gar nicht mehr vorstellen...sie hat vieles in unserem Leben verändert...aber die positiven Veränderungen überwiegen bei Weitem....schade, das unsere Gesellschaft das "anders sein" so schwer akzeptiert und so nach (subjektivem) Perfektionismus strebt....

    Liebe Grüße
    Mausemaus

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Wir freuen uns und sagen DANKE <3<3<3