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Mittwoch, Juni 10

Das Leben ist kein Zuckerschlecken...

...oder vielleicht doch? Natürlich ist Leben nicht immer einfach, aber mal ehrlich, uns geht es doch verdammt gut, vielen vielen Menschen auf der Welt geht es schlechter, viel schlechter. Ich habe es satt mich auf hohen Niveau darüber zu beschweren, dass unser Haus immer noch nicht verputzt ist von aussen, so ist es nun mal. Aber wir haben ein Dach über den Kopf ein Dach das uns schützt vor Regen und Sturm, vor Kälte und ja auch vor Wärme. Unser Haus ist ca 500 Jahre alt, es ist ein Projekt für ein Leben, es *fertig* zu bekommen, allerdings fertig wird dieses Haus wahrscheinlich  nie, es hat Generationen von Familien vor uns beherbergt, im Dorfverzeichnis kann man nachlesen, wer alles in diesem Haus geboren, gestorben und aufgewachsen, ausgezogen, ausgewandert und eingezogen ist. Wir sind ein kleiner Teil von dem Leben dieses Hauses. Jetzt ist es unser Zuhause und uns geht es verdammt gut, ich bin gewillt zu sagen, ja unser Leben ist ein Zuckerschlecken, denn uns fehlt es an nichts. Nicht an Gesundheit, nicht an frischen Wasser (wofür wir keine Kilometer laufen müssen, sondern ganz bequem den Wasserhahn laufen lassen können) uns fehlt es nicht an Nahrung, ich mache nur in unseren von aussen unperfekten Haus den Kühlschrank auf und finde alles was ich für ein reichhaltige Mahlzeit brauche, und wenn mal nichts im Haus ist, setzte ich mich in unseren Caddy und fahre in den nächsten Supermarkt um ein Überschuss an Lebensmitteln zu bekommen, von den alltäglichen Lebensmitteln mal abgesehen, gibt es Schokolade, Schokolade ein Lebensmittel was viele Kinder auf dieser Welt nur vom hören und sagen kennen. Wenn ich kacken muss, dann geh ich aufs Klo, MIT WASSERSPÜLUNG, auch ein Privileg was viele Menschen auf dieser Welt nicht genießen können, sie graben Löcher von Wasserspülungen sind wir hier ganz weit entfernt. Deshalb ich habe es satt, wenn Leute denken, das an unserem Haus noch dieses und jenes gemacht werden muss, der Vorgarten und so weiter. Unser Leben ist ein Zuckerschlecken, wir haben ein tolles warmes Zuhause, in dem geliebt und gestritten wird, in den gegessen, gelacht und geweint wird. Hier findet unser perfektes unperfektes Leben statt, mit Drama und Kömodie, aber hier ist Leben, wunderbares unperfektes zuckerschleckendes Leben,...


und wie ihr unten seht schleckt Sontje auch Zucker... einen wunderbar bunten Lolli, der super zu ihrem Outfit paßt, den tollen Tulpenstoff nach einem Design von die laïtnerei durfte ich für Michas Stoffecke probenähen, genauso wie das Kleid, eine Mieze nach rosarosa in  der neuesten Summer Edition von rosarosa die ich auch testen durfte.

























Kommentare:

  1. Ohne Worte!!! Du hast es getroffen!
    Mir geht dieses Gejammere auf hohem Niveau auch sowas von auf die Nerven...
    Manche Leute sollten ihrem Gesicht sagen, daß es sich freut...
    ♥einen zauberhaft lollysüßen Tag♥wünscht herzlich
    Angela

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  2. Wunderschön geschrieben. Und du hast so Recht. Unsere Leben sind so schon perfekt unperfekt. Lach. LG Sandra

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  3. Vielen Dank!
    Diesen Hieb mit dem Zaunpfahl habe ich genau gebraucht.
    Denn aktuell bin ich auch in Meckerlaune. Garten und Carport mit Stauraum IMMER noch nicht mal im Ansatz fertig, keine Terasse in Sicht, blöder Kies und Dreck vorm Haus, Treppenhaus immer noch im Rohbau-Zustand und so weiter!
    ABER Du hast Recht und ich schäme mich, dass ich die Unzufriedenheit aktuell so hochleben lasse und Raum gebe :-(
    Bitte schreib öfter Deine Gedanken auf, fand es seeeehr toll!
    Liebe Grüße,
    Tina

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  4. Deine Worte treffen den Nagel auf den Kopf. Ich kann Deine Ansichten gut nachempfinden. Unser Haus ist zwar noch keine 500 Jahre alt, aber mir geht es ähnlich. Eine Baustelle auf Lebenszeit. Mir hilft es da schon mal, mich an die Jahre ,in denen wir in Afrika gelebt haben, zu erinnern. Und ich bin so dankbar für sauberes Trinkwasser aus dem Hahn, auch über das Dach überm Kopf, ohne dass Wind und Regen durch alle Ritzen pfeift, ein kuscheliges Bett, ich muss mich nicht mit einer Matte auf den Boden legen und Angst haben, eine Schlange könnte meine Wärme suchen. Wir wissen oft wirklich nicht wie gut wirs doch haben. Zum Andern glaube ich gibt es wichtigere Werte als nur das Materielle. Auch die gilt es wieder hochleben zu lassen.
    In diesem Sinne Elisabeth

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  5. Danke für deinen Post ♥
    Deine Worte ... soooo treffend!
    Mich nerven die ewig merkernden. Denn MIR GEHT ES GUT ... egal was für "Pakete" ich gerade tragen muß, ich weiß, dass es vielen - sehr vielen Menschen viel, viel schlechter geht.

    ♥ Danke daher für deine Worte ♥
    Gruß Ellen

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  6. Schön, solch wunderbare Worte zu hören. Unser Haus ist zwar nur knapp halb so alt, aber auch wir sind nie fertig und das ist wahrscheinlich auch gut so. Wir haben sogar nur eine Holzheizung, aber weisst Du was, auch mit dieser geht es und soviel Charme, wie die alten Häuser haben, das sucht man bei den neuen meist vergebens.
    Ich denke auch immer wieder, wie privilegiert wir sind, welche Sicherheiten und Annehmlichkeiten wir haben und uns trotzdem viel beklagen - wohlgemerkt über Kleinigkeiten, die für einen Grossteil der Weltbevölkerung lächerlich wären.
    Wir hatten einfach ein Riesenglück - oder ist es Fügung, - dass wir hier auf die Welt kamen und nicht woanders und von all diesen Gegebenheiten profitieren dürfen. Meine Mutter stammt aus den Philippinen und ich staune immer wieder, wenn ich dort bin, welche Lebensfreude die Leute dort ausstrahlen, obwohl sie nicht viel haben. Da beschleicht mich oft ein schlechtes Gewissen, dass wir auf so hohem Niveau klagen, da es uns doch objektiv gesehen an nichts fehlt.
    Darum versuchen wir möglichst viele kleine und grosse Glücksmomente zu geniessen.
    Herzlichst Diana

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