Dienstag, Mai 23

Inklusion Schule Leben.... Familienratgeber



Heute war er endlich in der Post... Der Bescheid, dass es für Sontje ab September einen Schulbegleiter gibt... yeah... das waren vielleicht mal gute Nachrichten... Inklusion?! Schaffen WIR!!! Als ich damals mit Sontje schwanger war, habe ich mir nicht viele Gedanken um Inklusion gemacht. Sontje war da; von Anfang an Mitglied unserer Familie. Klar wir hatten schon auch Ängste, was wohl auf uns zukommen könnte. Vor allem der mögliche Herzfehler hat uns damals schwer zu schaffen gemacht. Aber irgendwie war damals noch nie ein Gedanke, dass Sontje durch uns, sich selbst oder durch die Umwelt behindert werden könnte. Das hört sich jetzt denke ich ganz schön paradox an, denn wir wussten ja das Sontje das Down Syndrom hat. Ich habe vor einigen Jahren mal bei einer Studie mitgemacht, in der es darum ging, was wir uns von einer inklusiven Gesellschaft wünschen würden. .... mmmmh???... ja was wünschen wir uns von einer inklusiven Gesellschaft? Eigentlich, dass jeder Mensch egal wo er herkommt, was er für eine Religion hat, ob Männlein oder Weiblein, ob alt oder jung, egal welche Hautfarbe, Augenfarbe, Fußnägelfarbe, ob er Trisomie 21 hat oder nicht, gut und respektvoll behandelt wird. Ja, ihr merkt schon, Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz. Aber wenn wir uns diesen Satz zu Herzen nehmen, warum ist Inklusion dann immer noch oft sehr mühselig? Ich selbst habe bisher immer meist gute Erfahrungen gemacht, entweder bin ich erst wenigen Menschen begegnet, die es anders sehen, oder ich bin einfach zu verpeilt, um mitzubekommen, wenn jemand das anders sieht. Ein Satz den wir immer wieder sagen, ist, dass Inklusion bei uns Betroffenen beginnt. In unseren Herzen, in unseren Familien. Ich kann von niemand anderen erwarten, dass er Sontje oder ein anders Kinder mit Handicap so annimmt wie es ist, wenn wir es nicht selbst tun. Inklusion beginnt IMMER bei uns selbst, wie wir mit der Besonderheit unserer Tochter umgehen. ... und hey siehe da, wir gehen gar nicht wirklich besonders damit um; hier im Alltag bei uns im Familienleben, läuft es einfach so. Sontje muss genau wie jedes andere Kind unsere Familie ihre Aufgaben erfüllen, auch sie wird mal angeraunzt wenn etwas nicht so funktioniert, auch bei ihr freuen wir uns über jeden Fortschritt, und auch sie streitet und kuschelt mit all ihren Geschwistern wie es wohl andere auch machen. Sontje kommt immer überall mit hin, und mir fällt da schon gar nicht mehr auf, dass sie oft ein bisschen anders ist wie andere Kinder. Ich sag mal so, es gab eine Zeit, die erste Babyzeit, da war es noch ein bisschen anders. Ich möchte Euch heute mal ein Beispiel dafür geben: Damals hatte Sontje eine fiebrige Erkältung, und wir mussten leider zum Notdienst, das erste was ich damals zur Ärztin sagte, war: Meine Tochter hat das Down Syndrom und Fieber... total doof... aber da war ich auch noch neu im Geschäft... heute gehe ich zum Arzt und sage meine Tochter hat Fieber; ihr Down Syndrom kommt mir dabei gar nicht mehr in den Sinn. Und doch ist es immer wieder so, dass wir als Familie an unsere Grenzen kommen. Wir sind bisher mit der Frühfördereinrichtung der Lebenshilfe recht gut gefahren, aber leider hört dieser All-Inklusive-Service mit Eintritt in die Schule auf. Da heißt es sich dann doch das ein oder andere Mal selber kümmern. Umso dankbarer bin ich, dass ich vor kurzem auf den  




aufmerksam gemacht worden bin. Die Seite ist wirklich eine Hilfe für alle Eltern mit besonderen Kindern. Ein riesiges Adressenpool ist hier zusammengefasst und man findet über so wahnsinnig viele Themen eine sehr gute Erklärung und man kann sofort auf der Seite sehen, wo man eventuell Hilfe bekommen kann. Für mich ist grade zur Zeit dieser Ratgeber ein echter Segen und ich bin genau zum richtigen Zeitpunkt darauf aufmerksam gemacht worden, denn es sind noch einige Fragen ungeklärt in Bezug auf Sontjes inklusive Beschulung. Und auf der Website des Ratgebers kann ich schnell kurze Antworten finden, sowie auch oben schon gesagt weiterführende Adressen. So mag ich das ja, schön übersichtlich gestaltet und gut verständlich geschrieben. Genau richtig für eine manchmal doch etwas chaotische Mami wie mich. Da bin ich echt dankbar, denn man muss, wie heißt es doch so schön, das Rad nicht gleich zweimal erfinden... wenn jemand anders den Weg schon gegangen ist, dann kennt er die Hürden die eventuell auf einen zukommen können. Naja und wir hier im Chaoshaus lieben aber auch die Herausforderung... Manchmal denke ich wirklich: Normal ist anders... aber hier ist es trotzdem ganz nett. Ich habe mich schon manchmal gefragt, warum wir gefühlt so wenig Probleme bis eigentlich gar keine haben mit der Inklusion.


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Der Kindergartenplatz für Sontje war ein echter Segen, sie geht so gern hin in ihre Kindergartengruppe Regenbogen. Und auch da gibt es wenig Sonderbehandlung für die Schnecke. Selbst der Austausch mit der Schule ist bisher wirklich gut gelaufen, freilich kann ich die Ängste der Betroffenen verstehen und nachvollziehen, hab ja selbst in der Schwangerschaft mit diesen Ängsten und Gefühlen gelebt. Ich gehe nicht davon aus, dass es immer einfach sein wird... aber ich gehe davon aus, dass wir den Weg der Inklusion schaffen können, mit einen offenen Herzen, mit viel Liebe, mit ein bisschen Geduld, mit Hilfe von Menschen die den Weg vielleicht schon woanders gegangen sind, mit guten Ratgebern, wie dem oben vorgestellten... und das Wichtigste: mit ganz viel Vertrauen in unsere Tochter. Denn zu guter Letzt ist sie diejenige die die Herzen zum Schmelzen bringt, die uns immer wieder mit ihrem Ehrgeiz überrascht und die einfach eine Gabe in die Welt mitbringt, die so vielen verloren gegangen ist: Empathie <3 span="">






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Montag, April 17

Habt ihr ihn heute auch gesehen? Den Schnee.... hier in Franken hat es ganz ordentlich geschneit und die Kinder waren ganz wild aufs Schlitten fahren, allerdings konnte ich sie dann doch überzeugen, lieber drin zu bleiben und hier im Haus ein Eis zu genießen. Die Bilder die ich Euch heute zeigen möchte, habe ich auf Facebook und ein paar auf Insta schon gezeigt. Wir Mädels haben in der letzten Woche ein richtig tolles MädchenShooting gemacht.... Einen ganzen MädelsNachmittag eigentlich. Erst sind wir zu einer meiner Lieblingslocations gefahren, dort sind auch schon die Bilder von Tonis Abschlussballshooting im letzten Jahr entstanden, dann haben wir ein kleinen Picknick dort gemacht um dann Schuhe shoppen zu fahren und im Anschluss in Nürnberg bei Hans-im-Glück Burger zu essen.. alles in allem eben ein richtiger Mädelstag. Manchmal liebe ich ja solche zum teil wirklich inszenierten Bilder, einfach weil sie auch ein Stück weit meine Gefühlswelt in diesen Wochen widerspiegeln. Mir geht es grade gut, ich bin sehr fröhlich und habe das Gefühl, dass ich von Leben reich beschenkt bin. Also nicht vom Leben sondern von Leben von Jesus reich beschenkt. In schweren Zeiten, in Zeiten der Last und der Mühseligkeit vergißt man das nur allzu leicht, deshalb war es mit wichtig, diese Zeit fotografisch festzuhalten. Irgendwie kam dann auch eins zum anderen, ich habe den tollen Stoff  Louise Schlappohr bei Alles-für-Selbermacher gesehen, und wußte daraus muss ich ein Projekt machen, so schöne leichte fröhliche Farben, dann der Hase... meine Mädchen lieben grade Hasen ganz gang ganz tolle und ich wollte schon lange das Schmuckstück von rosarosa testen... also gesagt getan.... Stoff bekommen, an die Nähmaschine gesetzt, genäht, zum Schmuckstück für Nella haben sich dann noch die Elea für Sontje und eine Runde Beinschmeicheleien auch von rosarosa zugesellt... und auf alles ins Auto und los.... Und die Bilder sind wirklich so geworden wie ich sie im Herzen hatte. .... Zu diesem sind auch noch eine Serie mit meiner Großen entstanden.... wo ich alle meine Mädchen drauf habe... diese zeige ich Euch dann hoffentlich bald..... 

Aber jetzt zurück zu diesen Bildern, wie oben schon gesagt habe ich das ganze natürlich ein bisschen inszeniert... wobei ich sagen muß, was dann die Mädels mit ihren Accessoires machen, da halte ich mich ziemlich zurück und bin einfach nur ein Teil der Location  und renne mit meiner Kamera wie ein junges Reh... ach oder wie war das Tier mit dem Rüssel hinter den Mädels her. ....   :D Erinnerungen hat man freilich im Herzen, aber ich finde es manchmal auch einfach schön, wenn man zu den Herzenserinnerungen auch  noch Erinnerungen für die Augen hat, und da ich ein absoluter Gefühlsmensch bin, kann ich wenn ich ein Bild sehe mich immer wieder an diesen Bildern festhalten und erfreuen und mich auch einfach wieder ein Stück weit in diese Situation auch gefühlsmäßig bringen. Deshalb macht mir meine Arbeit Spass, ich liebe es Zeit mit Menschen zu verbringen, ihnen hoffentlich neben den Fotos auch noch ein bisschen eine gute Zeit zu schenken, ihnen zu zeigen wie wunderbar Gott sie gemacht hat, wie wunderbar sie als Familie sind, wie wunderbar ihre Kinder sind, wie wunderbar ihre Liebe zueinander ist. Ich hoffe und bete vor jedem Shooting, dass mir Gott die Menschen mit seinen Augen zeigt, dass ich nur Werkzeug bin für eine kurze gute Zeit, und dass sie sich daran dann wenn sie die Bilder in der Hand halten zurückerinnern können. Deshalb finde ich es auch immer sehr sehr wichtig und schön meinen Kunden entwickelte Fotos mit in ihr Paket zu geben. Etwas in der  Hand und auch eventuell an der Wand ist immer noch was anderes, als wenn die Bilder auf dem Stick "verstauben" seit meiner ersten Stunde als Fotografin habe ich immer bei Saal-Digital bestellt, umso mehr hat es mich vor kurzem gefreut, dass ich ausgewählt wurde ein Fotobuch zu testen. Auch hier war ich wie immer von Qualtität und Ausführung total angetan, das Programm hat mich super durch das Design der einzelnen Seiten geführt, es ist nachher alles noch einmal geprüft worden, so dass ich mir wirklich sicher sein konnte, das alles so ankommt, wie ich es mir vorstelle. Ich habe es wahnsinnig gerne gemacht einfach weil ich von der Qualität und der Lieferzeit mehr als begeistert bin. Weiter unten habe ich ein kurzes Video zum Fotobuch gemacht. Ich gebe zu, das war jetzt ein bisschen Werbung, aber die habe ich gerne gemacht. <3 an="" auch="" auf="" bekommen="" davon.="" dem="" denn="" diese="" einen="" einige="" fotos="" fotowand="" nbsp="" nicht="" p="" pc="" platz="" sondern="" unserer="" verstauben="" werden="" wohl="" zumindest="">




























































video




Dienstag, Februar 21

Dankbar!

Im Laufe der letzten Monate kam mir immer wieder ein Bibelvers in den Sinn:

Den seinen gibt der Herr es im Schlaf. Kontext Psalm 127, 2

Grade in Bezug auf Sontjes Schulweg. Sontje wird im September Schulkind. Freilich, war die letzten Jahre dieser Gedanke auch immer mal präsent, wir haben drüber gesprochen. Unser Weg war bisher immer eigentlich sehr "normal" Uns als Familie ist es sehr wichtig, und das hat nix damit zu tun, dass wir zwanghaft "normal" sein wollen, dass sind wir schon aus unsere Konstellation her nicht. Aber wir versuchen alle unsere Kinder da abzuholen und zu begleiten wo sie stehen. Wir ihr aus einem vorigen Post wißt, gab es auch mal eine Zeit, in der es schultechnisch bei uns gar nicht lief, bzw. unser kleiner mittlere Junge uns dort einige Sorgen bereitet hat. Wir bei ihm immer wieder an unsere Grenzen gestoßen sind und wirklich kurz vorm verzweifeln waren. Mittlerweile ist seine Diagnostik abgeschlossen und wir wissen, dass er Legastheniker ist, was vieles oder das meiste erklärt. Wir wissen jetzt wo wir ansetzten könne, und werden bestimmt einen Weg finden wir er sich Strukturen und Tricks erarbeiten kann. Natürlich holen wir uns hier fachliche Hilfe. Mit unserem Schulsystem allerdings muss ich sagen bin ich immer noch  nicht und werde es wahrscheinlich auch nie sein, egal auf welche Schule die Kids gehen da core, weil ich denke es ist einfach überholt, veraltet und geht so wie es grade läuft viel auf Kosten von Lehrern und Kinder. Nichts desto trotz können wir aktuell eben nichts weltbewegendes machen, damit es schnell geändert werden kann, deshalb ist es einfach wichtig sich mit gegebenen Umständen zu arrangieren und nicht zu verzweifeln.  Wir haben uns einige Schulen in der letzten Zeit angeschaut, und für uns ist und bleibt die Normalität im Alltag der Kids und die soziale Teilhabe hier in unserem Dorf einfach der wichtigste Aspekt. Ausserdem möchte ich meine Kinder solange sie noch klein also während der Grundschulzeit, aber eigentlich auch dann noch in meiner näheren Umgebung haben. Letztlich war es für meinen Mann und mich immer schon so, dass wir diesen Weg auch mit Sontje gehen wollen. Irgendwie stand es für uns als Eltern nie zur Diskussion wo, wie und wann sie eingeschult werden soll. Für uns war immer klar, wir werden den Weg der Inklusion soweit wie möglich gehen, und dabei auf Sontje achten aber auch auf uns als Eltern. Sontje wird eine Schulbegleitung bekommen und sie wird wie es nach dem gestrigen richtig guten Gespräch mit Schule Kindergarten und Frühförderung hier in der Ortsgrundschule als erstes Kind mit Inkusionsbedarf eingeschult werden. Es wird spannend, aber ich freue mich auf diesen Weg, auch weil die Schule eigentlich immer eine gute Arbeit gemacht hat, auch wenn ich in den letzten Jahren manchmal auf sie geschimpft habe und gefrustet war. Aber so bin ich, ich habe mein Herz auf der Zunge, was ja auch nicht immer eine schlechte Eigenschaft ist. Ich habe ganz viel Vertrauen in unsere Tochter, sie hat uns schon soviel gelehrt und gezeigt, und ich glaube, dass es mit Sicherheit nicht immer einfach wird aber, ich bin mir sicher, dass Gott uns auch auf diesem Weg begleitet, und ich habe bis jetzt da sehr viel inneren Frieden, eben weil ich in diesem Bezug den oben stehen Vers in mein Herz gelegt bekommen habe, und das ist es wofür ich dankbar bin. Gestern und heute und morgen.


(Schnitt Hose: Jinx von rosarosa Oberteil auch rosarosa Mieze)

Mittwoch, Dezember 14

LookfortheGood

Ihr lieben, nach dem letzten Post war es etwas ruhig hier, es tat gut den ganzen Frust von der Seele zu schreiben, es für ich klar zu bringen. Sicherlich habe ich vielleicht bei manchen Worten überzogen, aber in dem Moment war es für mich als Mama auch einfach sehr sehr schlimm. Grundsätzlich weiß ich, dass wir auf dem guten Weg sind. Er wird seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher. Grundschule hier in Bayern ist aber auch in den meisten Fällen sehr speziell, wobei ich nach dem letzten Elternabend festgestellt hat, dass auch  hier sich langsam etwas tut. Ich habe für mich mal wieder den Druck rausgenommen, aber dafür braucht es nunmal ein Ventil... und manchmal ist es eben auch dieser Blog. Ich bin ein Bauchmensch, immer schon gewesen, Bauch und Herzmensch wenig Kopfmensch. Hat Vorteile aber auch Nachteile. Ich treffe Entscheidungen oft schnell und aus dem Bauch heraus und meistens liege ich damit dann auch richtig. Ich fand es auch im Nachhinein richtig, den letzten Post zu schreiben, ich stehe dazu. Ich habe vielen Eltern aus der Seele gesprochen, so viele ermutigen und erschreckende EMails bekommen.  Das Leben ist oft nich einfach, aber helfen wir unseren Kindern einen guten Weg zu gehen, für uns ist dieser Weg geprägt von Jesus, und dafür bin ich dankbar, ganz neu nochmal bewußt geworden, am Sonntag als in Kindergottesdienst ein kleines Video von Sontje aufgenommen wurde: Jedes Kind wurde gefragt für was es dankbar ist, ihr könnt es ganz nebenbei auf unserem InstagramChanel sehen.. schaut mal recht rüber ;), Sontjes Antwort war klar und ohne Nachzudenken, und sie ist ganz einfach dankbar für Jesus! Als ich das gehört bzw gesehen habe, ich habe das Video auch erst später gezeigt bekommen, mußte ich erstmal weinen. Ich war so sehr berührt von unserer kleinen Weltaufdenkopfstellerin. Immer und immer und immer wieder zeigt sie uns, was wirklich wichtig ist im Leben. Wir sind so sehr gesegnet. Und Gott hat einen wundervollen Plan mit uns als Familie, da bin ich mir sicher. LookfortheGood, so nenne ich meine Arbeit als Fotografin. Dieses hat für mich seit Jahren eine große Bedeutung. LookfortheGood bedeutet eben auch, dass ich nicht nach dem Perfekten schaue und suche, ich suche nach dem Guten, in jedem Menschen, in jedem Moment, in jeder Situation. LookfortheGood ist für mich mehr als ein Name, es ist das, was ich den Menschen mitgeben möchte, wenn sie zu mir kommen, es ist eien Lebenseinstellung. Wer das perfekte Foto erwartet bei mir, wird vielleicht enttäuscht, Fotos zu machen ist für mich immer sehr emotional, ich habe die Gabe mich auf die Menschen einzulassen, sie wirklich zu erleben, ich hoffe ich darf noch viele viele Menschen ein Mikrostück begleiten und ihnen dieses Motto mitgeben. Leben ist nicht perfekt, aber Leute es ist gut. Meine Mama die ja sehr früh an Krebs gestorben ist, hatte in gewisser Weise auch dieses Motto... wie oft habe ich gehört: Kind, es ist nichts so schlecht, dass es nicht irgendwofür gut ist! Und das ist es was ich glaube, was meine Hoffnung in dieser Welt ist: Irgendwann wird alles gut, und dann ja dann ist es perfekt. Gott wird alle Tränen abwischen, und jeden wird er trösten. Und ich suche bis dahin weiter jeden Tag, jeden Moment, jeden Herzschlag nach dem Guten.







Schnitt Hose: Jinx von rosarosa
Schnitt Shirt: Mieze von rosarosa
Ringejersey: Stoffonkel
probegenäht












Montag, November 7

Schullust vs Schulfrust

Ich mag nicht mehr! Hier herrscht seit einiger Zeit anstatt Schullust Schulfrust, und das nicht zu knapp. Ich mag nicht mehr, die Hausaufgabenbetreuung und der Nachhilfeleher für unseren dritten sein. Nein. Irgendwas läuft da grad gewaltig schief im bayrischem Schulsystem. Versteht mich nicht falsch. Es ist nicht so, dass ich möchte, dass alle meine Kinder Abitur machen, nein im Gegenteil, ich bin der Meinung, jedes Kind hat seinen Platz. Ich sehe Unterschiede bei unseren Kinder, die große ist ein Gymansiumskind, der zweite passt auf die Realschule auch wenn ihn seine Faulheit oder besser gesagt seine guten Überlegungen, für was muss ich was tun für was nicht vielleicht auf Dauer noch mal ein Jahr zusätzlich bescheren werden. Der dritte Spross, eigentlich ein schlaues aufgewecktes Kerlchen. Aber so überhaupt nicht für die Schule zu begeistern. Ich habe das Gefühl, wenn ich nicht immer genau hinter ihm stehe, passiert nichts, er hat keinerlei Eigenmotivation irgendwas in den Schulstoff mit einzubringen. Es treibt mich oft in die Verzweifelung. Ich weine, und bin mit meinem Latein am Ende, wie man so schön sagt. Es wäre toll, wenn er für alles ein bisschen länger Zeit hätte, das Lernen nachhaltig für ihn wäre und nicht so BulemieLernen, eben auf die Schnelle alles reinprügeln, und ja das Wort ist nicht zu hart dafür, denn hier in Bayern bleibt keine Zeit für individuelle Lernziele, da wird nach Stoffplan unterrichtet egal wieviel Kinder da Federn und noch mehr lassen. Ich möchte nicht wissen, wieviel Spätfolgen aus dem Grundschulabitur entstehen. Der dritte bringt nicht die besten Noten mit Heim ganz und gar nicht, dabei ist er nicht dumm, ganz im Gegenteil. Uns wurde nun angeraten in die Diagnostik zu gehen, sonst wäre er nicht mehr tragbar. Ein Kind was laut Aussage im Unterricht nicht stört nicht mehr tragbar??? Sein Arbeitstempo ist zu langsam, zu viele Fehler schleichen sich ein, die Noten stimmen nicht, etc etc! Ich höre kaum andere Eltern klagen, vielleicht liegt es ja doch an uns? Die Nacharbeiten von dem was er in der Schule nicht schafft, sprengen mittlerweile die Zeit am Nachmittag. Förderschule? Montesorri Schule? Privat Schule? Nein, eigentlich möchten wir das nicht, wir möchten das unsere Kinder im Ort in die Schule gehen, im SozialenNetz mit den Kindern die sie auch vom Nachmittag kennen, den Nachbarskindern, den Kindergartenkumpels. Das gilt für alle unsere Kinder, auch für Sontje. Grade habe ich schon wieder mit ihm geschrien, war verzweifelt, habe meine und seine Tränen dann abgewischt... und jetzt? Jetzt ist er mit dem großen Bruder draußen, schlichtet Kaminholz im Stall und lernt dabei 1 x 1 Aufgaben, zum gefühlt hundertsten Mal, mit den verschiedensten Methoden, mit Hilfe, ohne Hilfe! Was kommt jetzt? Eben sagte ich es ja schon, die Diagnostik, zum Kinderpsychologen, er wird getestet, in welche Schublade er nun passt! In mir wehrt sich alles dagegen, aber was hilft es. Damals schon die Testung mit der Großen machen müssen, ähnliche Problematik, Arbeitstempo, Träumerei... aber hier war es so, dass die Noten gestimmt haben. Noten, Benotung, so wichtig heute. Oder auch nicht!!! Was ist wichtig? Dem Kind ein Gefühl des Geliebtseins zu geben, nicht des Versagens. Aber leider ist es so, dass bei Noten auch immer ein Versager dabei ist. Solange die Noten passen, ist alles easy, ja da kann man schnell sagen, das Vergleichen toll ist. Aber was, wenn die Noten nicht passen? Wenn es die fünfer eben schon in der Grundschule hagelt. Ob sich dann die Leute noch so leicht tuen zu sagen, ja Noten sind so wichtig für die Entwicklung der Kinder. Nein Leute, Noten sind nicht wichtig für die Entwicklung der Kinder, Noten sind wichtig für uns Erwachsene die in diesem Schulsystem des 3. Reiches großgeworden sind.  



Treffend genau im Artikel, Noten dienen dazu Rangordnungen herzustellen, sind subjektiv, oft ungerecht und unsozial. Diese drei Wörter treffen ziemlich genau, dass was ich daran so kritisiere. Noten dienen einzig und allein dazu, das sich die Guten besser fühlen und die Schlechten noch schlechter. Sollte es nicht auch an einer Schule grade Kinder in der doch sehr verletzlichen Phase des Grundschulalters in ihrer Entwicklung zu stärken, anstatt sie durch Noten abzustempeln? Mein Ansatz ist ja der, dass wir es in Deutschland gewohnt sind zu sortieren, wir in Deutschland lieben Vergleiche, wir fangen damit an Kinder zurückzustellen, es wird sitzengeblieben, es gibt weitere Aufteilung in Hauptschule, Realschule, Gymnasium....es gibt Förderschulen... auch da wird wieder selektiert: geistliche Entwicklung, Verhalten, Hören, Sprechen, Sehen.... Ich könnte ewig so weiter machen. Ich  habe es eigentlich satt über Schule zu sprechen, ich würde mir wünschen, meine Kinder könnten ohne den Druck der Schulnoten aufwachsen, sich entfalten. Irgendjemand hat mal gesagt bis zum zehnten Lebensjahr sollte man Kinder eigentlich gar nichts versuchen beizubringen, sondern sich nur Zeit nehmen Fragen beantworten und Dinge zu zeigen. Ja, sehe ich ähnlich und doch scheitere ich ständig im Alltag wieder und wieder weil ich den Spagat zwischen Schule, Noten und Leben versuche hinzubekommen. Ich versuche meinen Kindern klar zu machen, schlechte Noten sind nicht schlimm, aber wie, wenn sie doch selber merken, alle wollen immer wissen was ich habe von den Kameraden und hat man dann drei vier Mal kein optimales Ergebnis ist man auch menschlich auf dem Pausenhof schnell auf der Reservebank. Ihr meint so ist das nicht?! Ach Leute, nein so ist es, leider, schon viel zu häufig erlebt, auch bei der großen, die wirklich gute Voraussetzungen hat, aber in der fünften Klasse aufgrund einer Mitschülerin die sie im weitesten Sinne gemobbt hat einen schweren Start hatte, sie hat damals in der sechsten sich dann für genau die andere Fremdsprache entschieden, und das war eine sehr sehr gute Entscheidung. Bei dem dritten sehe ich jetzt auch leider eine ähnliche Entwicklung und wir beten und hoffen und beten, dass Gott sich irgendwas für uns einfallen lässt. Der kleine aufgeweckte, schlaue Kerl hasst die Schule, Hass ist ein starkes Wort für einen Ort an dem er sehr viel Zeit im Jahr verbringt, und wenn er sowas sagt, dann ist da schon was dran, er ist am Morgen kaum aus dem Bett zu bekommen, hat Bauchweh und Kopfweh. Wir hoffen es wird sich eine Lösung die für uns alle umsetzbar ist finden, beten und vertrauen, Gott und unserem Kind! Sind wir alleine mit unseren Sorgen? Frage ich mich manchmal oft, weil bei allen anderen scheint es ja doch reibungslos zu funktionieren. Heute keine Fotos für Euch. Sorry!