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Donnerstag, Juni 22

Schreigeschichte...

"Ich habe gesagt, du bleibst jetzt hier!!!! Meine Güte nochmal muss ich denn immer schreien.... NELLA hier geblieben.... kurze Stille, und dann großes Geschrei.. dieses Mal allerdings nicht von mir... sondern von dem kleinen zweijährigen Wildkätzchen... Mensch, denke ich mich, warum mußte ich denn jetzt laut werden, es ist doch noch nicht mal sieben Uhr am Morgen... oookay. ich bin schon fast drei Stunden wach, denn seit um vier haben die zwei kleinen Wildkätzchen beschlossen wach zu sein.. nun es hat ja auch schon gedämmert.... und um halb zwei ist Sontje schon angekrochen gekommen in unsere Bett.. die Wärme... das konnte Nella natürlich nicht auf sich sitzen lassen.. und hat dann aus Gerechtigkeitsgründen beschlossen auch mit ins Bett zu wollen.. und dann nach einer halben Stunde doch wieder nicht.. hier ein Bein, da ein Fuss, in meinem Gesicht.. ich bin echt richtig angenervt.... Mein Mann sagte mir ich hätte wohl quasi in Dauerschleife gesagt: pssst bitte seit leise ich bin möchte noch ein bisschen schlafen.. naja und dann heute früh,.... Nella wollte wohl den kühlen Morgen genießen ein bisschen im Garten.. naja aber ich hab hier ne Horde Kinder die Brotzeit wollen und ich hab noch keinen Kaffee. und fast gar nicht geschlafen.. und überhaupt.... mimimi... und Nella grinst mich frech an nach dem ich gesagt habe, dass sie doch bitte im Haus bleiben soll.. dreht sich um und flitzt los.... und Mama expoldiert... und wißt ihr was... in dem Moment tat es gut, es war ein kleines Ventil von der anstrengenden Nacht. Kennt ihr den Artikel Schrein ist wie Schlagen? Ich habe ihn mir damals durchgelesen.. teilweise konnte ich zu stimmen.. aber hey.. jeder hat einen anderen Charakter.. und ich bin ganz ehrlich, meine Kinder haben ihr Temperament ja auch nicht von anderen Leuten.. und ja ich werde ab und an mal laut...es gibt einfach Tage da kann man Dinge super gut kompensieren, und es gibt Tage, da eben nicht.. kurz vor der Periode ist immer schlimm für meine Kids... man was bin ich da genervt.. ja und ich gebe offen zu ich bin ab und an genervt von meinen Kindern.. ich liebe sie alle miteinander.. ich würde mein letztes Hemd für sie geben... aber ich bin auch manchmal genervt. Aber es ist okay... ich muß nicht immer eine easypeasy gutgelaunte Mama sein. Und Schreien ist nicht wie Schlagen, schreien ist einfach schreien.. und meine Kinder sind dann wenn ich laut werde meist wirklich erschrocken im ersten Moment... für sie ist das dann wirklich ein Zeichen.. okay.. ich glaube wir sind heute besser mal nett zu Mama und treiben sie nicht noch extra auf die Palme.... Schreien ist einfach manchmal ein Ventil.. man kann doch nicht alles runterschlucken... klar kann man deeskalieren... so von zehn runter zählen, sich zu Benjamin auf die Wiese träumen.. aber mal ehrlich? Schafft ihr das immer? Ich nicht, denn ich bin nur ein Mensch... eine Mutter.. und ich leiste trotz allem jeden Tag eine Menge....












Fakten:
Schnitt Body: Klimperklein Wickelbody als Shirtbody genäht und mit Kappärmel von Trägerkleid
Stoff: Streifenjersey von byGraziela Stoffe
Schnitt Hose: Berry von Rosarosa
so toll jetzt an den heißen Tagen

Mittwoch, Juni 21

Wir sind auf dem Weg...

Wir sind auf dem Weg... unser Weg ist meistens ein bisschen mit bergauf gehen verbunden.. finde ich aber gar nicht so schlimm, denn dann geht man langsamer und hat mehr von der Landschaft. Manchmal machen wir auch Pausen, wo andere gar nicht auf die Idee kommen Pausen zu machen, denn dann hat Sontje beschlossen eine Pause einzulegen, und wirklich fortzubewegen ist Madame dann auch nicht, sie setzt sich dann auf ihren Po, die Beine von sich gestreckt... (könnt ja mal Goslar-Syndrom googeln) und macht Pause... Manchmal habe ich dein eigentlich keine Lust auf Pause.. aber gut, sie ist dann nicht von der Stelle zu bekommen.. und ich werde dann auch langsam ruhig... fange an zu denken.. zu atmen... die Pausen tuen gut.. auch wenn man sie manchmal gar nicht will.... Auf den Weg zu sein bedeutet aber auch, immer wieder mit neuen Abenteuern konfrontiert zu sein... bald heißt unser Abenteuer "Inklusion in der Regelschule" wir können es schon oben an einem Wegpunkt erkennen, noch ein bisschen fern, aber gar nicht mehr weit ... Wir hoffen darauf, dass wir für unseren Regelschulweg noch jemand finden, der Lust hat uns und vor allem Sontje ein Stück zu begleiten.. dazu schreiben ich aber die nächsten Tage noch etwas.  Wißt ihr, der Weg mit Sontje ist schon ein bisschen besonders.. manchmal besonders anstrenend, manchmal besonders lustig, manchmal besonders normal, manchmal besonders herzlich, manchmal besonders emotinonal.. aber irgendwie immer ein bisschen besonders... Man wird oft angestarrt.... es wird geschaut, an dieses Blicke haben wir uns gewöhnt, es ist nichts besonders mehr, manchmal schauen die Leute weg... wollen nicht in die tiefen Augen von Sontje schauen, die einfach so unvoreingenommen in die Seele der Menschen schauen kann.. hier auf FB merke ich das auch... Beiträge von Sontje werden oft weggeklickt.. aber vielleicht liegt das auch gar nicht an den Bildern von Sontje, sondern einfach daran, dass es zuviel ist mit Bildern.. an meinem Schreibstil.. aaber, ich finde es nicht schlimm.. da habe ich schon vor langer Zeit mit zu leben gelernt.. Ich kann den Menschen nur vor den Kopf schauen, und oft denke ich, eigentlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass ich ungewußt jemanden kenne, der ein Kind mit DownSyndrom abgetrieben hat. ... und dann ist da Sontje.. kommt.. reißt alle Schutzwälle auf und SIEHT den Mensche, die SEELE.. ich glaube, wenn Menschen Sontje nicht lieb haben können, dann liegt das ganz bestimmt nicht an ihr sondern einfach daran, dass sie einfach nicht wissen, was ihnen gut tut. Immer wenn ich Bilder von unserer Sontje betrachte, dann geht mir das Herz auf.. sie ist einfach ECHT! Ich bin sehr sehr dankbar, dass ich hier auf Erden dieses kleine Stück Himmel, das jedes Kind mitbringt.. aber Kinder wie Sontje ein bisschen mehr.. erleben darf. THANKGOD!!!

























Fakten:
Schnitt: Kinderkleid abgewandelt von Klimperklein
Wunderschöner Lillestoff ... aber ich weiß leider die Designerin nicht.. vielleicht könnt ihr mir auf die Sprünge helfen....

Hach ich liebe dieses Kleidchen.. es hat sowas von skandinavischer Kindermode

Dienstag, Juni 20

Wazifubo....

Mögt ihr Wartezimmer auch so sehr wie ich, die gute Luft, die netten Bekanntschaften, die tiefgründigen Gespräche, die Zeit die man einfach mit Nixtun, dort vertrödeln kann, die topaktuellen Zeitungen, das pädagogisch wertvolle Spielzeug? NICHT !!!11!! Ha, erwischt.. ich habe fünf KInder und leider ist es ja so, das man mit fünf Kindern davon einem mit Extraausgabe mal öfter in Wartezimmern anhängen muss! Ich mag am liebsten die Wartezimmer, in denen ich maximal 15 Minuten warten muss... mein Kinderarzt hat das so ganz nebenbei super im Griff.. ein Grund warum ich ihn so toll finde. Aber man kommt ja leider nicht drumrum.. oder man geht einfach nicht zum Arzt... solche Menschen kenne ich auch.. aber ich gehe von ausgleichender Gerechtigkeit aus und denke die werden dann wohl an anderen Stellen warten müssen.. den eigentlich ist warten ja auch was Nettes.. ist halt immer das was man daraus macht. Das warten ansich macht mir eigentlich auch nix aus...da habe ich wirklich mal Zeit meinen Gedanken nachzuhängen.. ist gar nicht so übel... aaaaber naja ich bin halt selten alleine in Wartezimmern.. ich versuche immer schon möglichst wenig von uns mitzuschleppen. Heute mußte Sontje zum Arzt... Augenarzt nicht unser liebster Arzttermin... aber okay... und da Nella ja ein NichInDieKrippeOhneOmaAufwachsKind ist.. wird sie halt bei solchen Sachen in der Manduca.. siehe Insta... immer mitgeschleppt... Bei Augenarzt angekommen, setzt sich Sontje erstmal neben einen älteren Herren.. so im Opaalter.. also neben meint eigentlich fast auf seinen Schoß und quatscht ihn voll.. woher er die Sandalen hat... was er hier macht, ob er ein Opa ist.... lauter so Fragen, die sich eigentlich fast niemand zu stellen traut... Nella im Schlepptau, schaut sich ja alles von der großen Schwester ab und fragt dann mittlerweile die Menschen auch munter aus. Ich grinse dabei immer freundlich und zucke gelegentlich mit den Schultern.. ihr wißt ja .. fremde Menschen... Unsicherheit.. HS....... egal.. vom einen Wartezimmer ging es dann in den Wartebereich der Orthoptistin, hier gibt es Spielzeug in Mengen.. und einige Kinder mit Eltern die mi twarten..toll.. also meine zwei Mädchen maschieren rein, rufen laut HALLO... von hier und da kommt ein einzelnes: ämhlo oder sers... oder nuschelnuschelnuschel.... und Nella und Sontje reden in einer Tour... und zwar das das Nachbarwartezimmer auch noch alles mitbekommt...  Ich habe mich auf den Boden gesetzt und versucht die dreiviertel Stunde Wartezeit so gut es ging rum zu bekommen, aber Gedanken nachhängen ist da nicht, es war noch nicht mal Zeit für ein InstaFoto, denn meinen beiden Mäusen fällt NonStop irgendwas ein... ein Kind war da und hat total brav mit seinem Feuerwehrauto gespielt..... Das andere war noch ein sehr kleines Baby.. meine Mädchen wollten natürlich das Baby im Minutentakt streicheln.... ähm ja.. ... dann kam noch eine Familie mit zwei Jungs.. während einer kurzen Duplospielpause.. habe sich dann Sontje und der eine Junge um einen Stein gestritten... alles normal... Nella guckt immer alle anderen Kinder böse an und erzählt denen dann: Das mein Mama.. und guckt wieder böse und kommt dann im Minutentakt auf die Nähe von meinen Schoß ... genau, da war dann noch ein anderes Mädchen, was gekommen ist, sich gesetzt hat und gemalt... der Vater hat auf dem Sofa gesessen und gelesen.. NEID!!! nein Quatsch.. ganz ehrlich.. meine Kinder sind so wie sind genau richtig.. sie haben halt ne Menge Energie und die haben sie ja wahrscheinlich nicht von fremden Leuten.. aber so Wartezimmerbesuche sind dann schon immer anstrengendlustiginteressant  Jetzt habe ich heute zwei Fragen an Euch! Nummer eins: Wie ist das bei Euch mit den Wartezimmererlebnisschen, was war das lustigste oder schrecklichste was Euch mal passiert ist?! Und Nummer zwei: Auf dem Bild von Nella habe ich einen klimperklein Schnitt ein bisschen verändert um so ein Sommerkleid zu bekommen, wie es grade überall in den Läden hängt...meint ihr ich sollte Euch dazu mal ein kurzes Tutorial machen? Ich finde diese Art von Kleidchen grad für den Kiga und zum toben total toll.. und ich habe lange nach einen Schnitt gesucht... eben keinen gefunden.. und dann habe ich ein Schnittmuster ein ganz minibisschen abgewandelt.. oder erklärt sich das beim Bild quasi von selbst?










Fakten:
Schnitt Kleid: Kinderkleid (abgewandelt) von Klimperklein
Stoff: die tollen Retroherzen von byGraziela Stoffe

Sonntag, Juni 18

Darum sage ich dir: Ihre große Schuld ist ihr vergeben worden. Eben deshalb hat sie mir so viel Liebe erwiesen."

Gestern habe ich ja ein bisschen von früher erzählt...und ich hatte gar nicht mal so unrecht, als ich gesagt habe, es ist mir vorgekommen wie ein anderes Leben, denn das war es auch. Wie einige die hier schon länger mitlesen wissen, sind wir Christen. Entschiedene Christen. Ich werde wenn ich das von mir erzähle manchmal recht schräg angeschaut. Entschiedene Christen, was bedeutet das? Bin ich deshalb besser oder schlechter wie andere? Ich versuche Euch mal ein bisschen was zu erzählen. Es war also wirklich ein anderes Leben.... ich war feiern, hab Party gemacht, meistens war Alkohol mit im Spiel.... und glaubt mir, ich habe wirklich hart gefeiert. Vielleicht wollte ich auch ein bisschen fliehen von dem was von meinem Zuhause noch übrig war... Die Mutter krebskrank, der Vater ständig angetrunken (besoffen) ... Vielleicht... wie dem auch sei... in dieser Zeit lernte ich dann meinen jetzigen Exmann kennen, bin schwanger geworden, es wurde geheiratet... so meine Urspungsfamilie also nicht mehr das, was ich als Kind kannte, hatte ich jetzt meine eigene kleine Familie... Ich bin, wie schon als Kind, ab und an in die Kirche, aber Jesus und Gott spielten da nicht wirklich eine Rolle in meinem Leben... es war Tradition und manchmal ein bisschen mehr.. dann wenn ich Abends im Bett gelegen habe und schon mit Gott gesprochen habe, einen Gott der mir mehr schien wie ein Fürst bei dem man um etwas bitten muß. Keiner der sich wirklich für mich interessiert. Ich war Ministrantin und naja.. hab halt das gemacht, was in einem katholischen Dorf erwartet wird... manchmal.. manchmal auch Nicht! Das zweite Kind kam... eine Ehe kann man mit Kindern nicht retten.. weiß ich heute... Jesus kann Ehen retten, keine Kinder. Kinder reißen alles auf, liegt schon in der Natur der Geburt. Wieder Party... um einem Stück dem Alltag zu entfliehen... der Ehe... die keine mehr war. Dann die Trennung..... Der Auszug, am Wochenende gearbeitet, in einer Kneipe... ein bisschen Geld verdient.. auch wenn ich Abi hab und sogar eine abgeschlossene Berufsausbildung, ist es schon schwer mit Unterhalt und Kindergeld klar zu kommen ... heute und vor 12/13 Jahren auch. Während dieser Zeit habe ich meinen Mann kennengelernt.. (eine andere.. schöne Geschichte ) Irgendwann der Umzug... angekommen hier in Bayern bin ich irgendwann von einer Nachbarin angesprochen worden, ob ich Lust auf ein Müttertreffen hätte, wäre Freitags bei ihr.. es hat mich damals schon Überwindung gekostet.. ihr wisst schon HS und so.... aber dort habe ich das erste Mal davon gehört, dass sich Jesus für mich interessiert.... Ich bin dann in den Gottesdienst... völlig anders wie das was ich von daheim kannte.... Frei!!! Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Die Anfangszeiten waren auch noch schwierig, mal bin ich hin, dann wieder nicht... Aber die Beziehung zu Jesus hat Formen angenommen, hat sich verfestig... ich habe ein Fundament gefunden was ich so lange gesucht habe. Ich habe mich nicht neu taufen lassen, ich bin schon getauft.. und ich habe damals schon in meiner Kindheit von Gott gewußt, kennengelernt habe ich ihn erst, als ich angefangen hab Zeit mit ihm zu verbringen. Richtig kennen werde ich ihn hoffentlich wenn ich irgendwann mal bei ihm sein darf. Warum ich das heute hier erzähle.. weil es zu mir gehört... ich weiß, viele Menschen sind auf der Suche, so wie ich es war... ich habe immer noch gute Zeiten , immer wieder schlechte Zeiten, ein Leben mit Jesus bedeutet nicht Friede Freude Eierkuchen, eigentlich das Gegenteil, ein Leben mit Jesus ist immer wieder spannend, manchmal/oft auch eine Herausforderung...Ich weiß, wie es sich anfühlt, weit weg von Jesus zu sein.. deshalb versuche ich in seiner Nähe zu bleiben, gelingt mir nicht immer.. manchmal besser, manchmal schlechter. Irgendwann habe ich als ich angefangen habe Jugendarbeit zu machen von dem damaligen Pastor einen Spruch bekommen: "Darum sage ich dir: Ihre große Schuld ist ihr vergeben worden. Eben deshalb hat sie mir so viel Liebe erwiesen." Lukas 7,47 Ich habe nicht vergessen wie es ist ohne Jesus zu sein, und ich bin dankbar, dass meine Kinder schon jetzt die Möglichkeit haben eine Beziehung zu ihm zu führen. Das war jetzt ein Facette von mir, leider oder vielleicht Gott sei Dank?, kenne ich nicht viele, die erst so spät beschlossen haben ihr Leben Jesus zu geben, ihm den Mittelpunkt im Leben zu geben, ich freue mich immer wenn andere sich da auch outen... und irgendwie ist es ja heutezutage eine Art Outing zu sagen: Ja ich glaube an Jesus, den Retter der Welt!













Fakten:
Schnitt Kleid: Trägerkleid von Klimperklein mit Flügelärmchen
Stoff Kleid: Panel Schokoeinhorn von Stoff & Liebe

Schnitt Hose: Babyherz von Rosarosa in dreiviertel