Samstag, Oktober 15

sei du selbst, alle anderen gibt es schon

...oder wie mich eine Huivi (was ist denn das?) zum nachdenken gebracht hat. 
Ihr wißt ja, ich habe es ja schon erzählt, das Anfang der Jahres bei mir recht viel los war. Ich war ausgebrannt, ich hatte das Gefühl ständig auf der Flucht zu sein, nie zu Ruhe zu kommen. Ich hab mir viele Erklärungsversuche zurecht gelegt. Einige davon auch hier im Blog veröffentlicht. Ein weiterer folgt jetzt ;) Ich schaue regelmäßig Predigten auf youtube, zur Zeit bin ich wirklich von Leo Bigger begeistert, er hat in den letzten Monaten wiederholt in mein Leben gesprochen. Puh, vor ein paar Wochen bin ich dann auf seine Jakob-Reihe gestoßen. Jakob. Jakob hat sich seinen Vatersegen erschlichen, war der Lieblingssohn der Mama, jahrelang auf der Flucht, weil er jemand anders sein wollte, nicht das Gott das geplant hat ;). Jakob aber hatte den Plan sich selbst zu helfen, nach dem Motto hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, aber bei Gott ist das ein bisschen anders. Aber leider kommt er dabei von einer Schwierigkeit in die andere, erst ist es gut, dann wird es aber schlimmer wie vorher. Gott bietet ihm immer wieder seine Hilfe an, aber Jakob meint er schafft es auf seine Art, wie menschlich, oder... ??? Jakob zog los um sich eine Frau zu suchen, auch hier bietet Gott ihm wieder seine Hilfe an, aber wie wir Menschen nun einmal sind, ja Gott ich mache, aber nur wenn....., war seine Antwort. Letztlich hat er eine Frau gefunden, aber dann nicht nach Gottes Willen gefragt, sieben Jahre hat er hart gearbeitet, dass er seine Wunschfrau heiraten konnte, aber was ist geschehen, er ist einem Betrug augesessen, und hat die ältere Schwester abbekommen. Also weitere sieben Jahre arbeiten um dann Rahel zu heiraten. Tja, ob Gott das gefiel sei dahin gestellt. Aber wie menschlich. Jakob hat es in der Gegend schließlich durch List zu  Reichtum gebracht, weitere sechs Jahre später, Familienkrach und so weiter, weil der eine nur auf das Unrecht des anderen geschaut hat, flieht Jakob mit zwei Frauen, wird aber von Laban eingeholt und letztlich kommt es zum Gegenüber, aber Gott stellt sich dazwischen und schützt den eigensinnigen Jakob. Jakob ist für den Moment gerettet, aber kurze Zeit später, auch hier vertraut er wieder nicht Gott, kommt die Angst wieder, er war ja auf dem Heimweg, und Esau hat davon Wind bekommen und schickt ein Herr von vierhundert Mann gegen ihn. Eigentlich stand er mit dem Rücken zur Wand, hat aber immer noch seine eigenen Pläne verfolgt und meinte ich teile mein Lager einfach in zwei Teile ein, und dann ist wenigstens der eine Teil gerettet. Wieder nicht auf Gott vertraut. Aber wenigstens betete er, ....und was macht er, er nimmt trotzdem das Ruder wieder in die Hand, und meinte er stimme seinen Bruder einfach gütig. Er wollte einfach alleine auf seinen Bruder mit Geschenken warten. In dieser Nacht begegnet ihm ein Mann in der Wüste und er muß um sein Leben kämpfen, die ganze Nacht! Er ging als Sieger aus diesem Kampf heraus und der Gewinn war ein Segen, und er bestand auf diesen Segen. Dort in der Wüste wurde Jakob zu Israel, sein Name bedeutet "Gott hilft" 

Was hab ich daraus für mich gezogen? Ich muss erstmal mich selbst annehmen, Gott ist immer da, er hilft mir auch immer, aber wirklichen Frieden in mir gibt es erst in dem Moment in dem ich mich als die Person annehme die Gott in mir sieht. Ich habe Fehler,  ich kann zum Beispiel nicht wirklich gut mit Geld umgehen, ich bin manchmal unzuverlässig, ich lästere manchmal, ich bin manchmal auf meinen eigenen Vorteil bedacht. Oft habe ich dafür in der Vergangenheit Erklärungen gesucht, anstatt zu sagen, ja ich bin nur Anja mit all meinen Schwächen aber auch Stärken. Ich glaube, dass man in dem Moment in dem man seine Persönlichkeit annimmt, seine ganze Individualität von Gott so herrlich gemacht, nicht mehr auf anderer schaut, und auch nicht mehr wer anders sein will, denn das wollte Jakob ja auch, von Gott her inneren Frieden bekommt. Ein langer Prozeß, auf den es für die selben Fragen, nicht die selben Antworten gibt. Sei du selbst...alle anderen gibt es schon!
Sei individuel. Und was hat das ganze jetzt mit der Huivi zu tun? Ganz einfach, bei der Huivi kommt deine Individualität zum Ausdruck, weil einfach keine der anderen entspricht, klar kann man nachnähen, aber so ganz richtig finde ich das bei dem wunderbaren Schnittmuster, was ich für Tullebunt&Lillesno und Farbenmix designnähen durfte nicht. Ich habe so viele wunderbare Huivis in dem designnähen gesehen. Jeder auf seine Art und Weise individuell. In jeder ein Stück der Näherin der Erschafferin selbst. Ganz verschieden aber alle wunderschön. Und jeder von Euch kann ab heute auch so ein wunderschönes Stück nähen, denn das Ebook bekommt ihr ab heute über Farbenmix. Und ein paar kleine Inspirationen habe ich Euch auch dagelassen, und nehmt es wirklich als Inspiration, laßt ein Stück Eurer selbst in Eure persönliche Huivi fließen. Huivi ist ein Schal, eine Mütze und ein Kopfband in einem... viele viele Möglichkeiten......

Hab ein schönes Wochenende



Kommentare:

  1. Jeder ist auf seine Art toll. Schön gesagt.

    Liebe Grüße
    Ebbi

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  2. Liebe Anja,
    da waren wir im gleichen Team und ich lerne dich jetzt erst kennen!! Was für ein wunderbarer Text! Hat mich einmal mehr zum Nachdenken gebracht - wie so oft in letzter Zeit...
    Habe ein bisschen in die Vergangenheit geblickt und den Text deiner "Großen" gelesen. Da ich gerade in der Phase stecke: "Kind von Gesamtschule auf Gymnasium ummelden" - habe ich soeben innerlich beschlossen, dass dies für meinen Sohn wohl doch der falsche Weg ist...
    Werde jetzt immer mal vorbeischauen - ein wirklich schöner Blog, ich mag deine Ehrlichkeit sehr!!
    Achso - und deine genähten Werke einschließlich Huivi sind einfach toll, so farbenfroh... ganz mein Geschmack!
    Ganz liebe Grüße,
    Martina

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  3. Ich finde die Anja wie sie ist genau richtig, nicht ganz perfekt, das mag ich besonders an dir <3 sonst müsste ich dein Fan werden und könnte keine Freun din mehr sein ;-) Ich selbst sein, das kann ich sowieso am besten, doch das erkennt man meist erst mit den Jahren (manche leider nie)
    Ein wundervoller post und deine Huivis sind 100% Anja, deinen Stil erkenne ich unter 100erten und liebe ihn

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  4. das hast du wunderschön geschrieben..
    ja.. manche sind so damit beschäftigt jemand anderer zu werden
    dass sie ihr eigenes Leben versäumen
    und nie Ruhe und Frieden finden..
    deine genähten Sachen sind wunderschön
    liebe Grüße
    Rosi

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Wir freuen uns und sagen DANKE <3<3<3