Mittwoch, Mai 4

Kreuz

Heute möchte ich mal ein paar Gedanken zum Thema Kreuz hier lassen,  einige von Euch wissen, dass wir Christen sind. Das war nicht immer so, wir als Familie wachsen ständig im Glauben, ich bin in einer katholischen Traditionskirche großgeworden, ich bin Messdiener gewesen, ich habe Sonntags in der Kirchenbank unsere Dorfkirche gesessen und nie wirklich verstanden, was das allgegenwärtige Kreuz dort in der Kirche für mich zu bedeuten hat, es war das, Jesus hing dort mit der Inschrift INRI. Aber mein Leben hat es eigentlich nur so weit betroffen, dass ich innerlich wußte, es gibt Gott, er ist weit entfernt, und Bedeutung für mein Handeln und mein Leben hat es eigentlich nicht. Vor etwas über  zehn Jahren bin ich nun nach Franken gezogen, durch unsere damalige Nachbarin, die mich relativ schnell zu einer MutterKindGruppe eingeladen hat, bin ich dann in Berührung mit Christen gekommen, die in eine sogenannte Freikirche gehen. Okay, ich weiß schon Freikirche und Sekte und so, so bin ich ja nun einmal groß geworden, ausserdem kannte ich aus dem Hochsauerland keine anderen Kirchen ausser der katholischen und der (und die wurde schon sehr seltsam beäugt) der evangelischen. Aber ich habe angefangen hin und wieder den Gottesdienst zu besuchen, meine Kinder sind in die Gruppen gegangen, mehr oder weniger regelmäßig. Aber erst hier in den Gottesdienstbesuchen, die so ganz anders waren, als ich es bisher kannte, in den Kleingruppen, die anderen Lieder (die mich innerlich sehr berührt haben) , erst dort ist mir bewußt geworden, das das Kreuz in der Kirche mein Leben betrifft. Das Jesus, den Weg des Leidens und der Auferstehung nicht für irgend wen, sondern für mich gegangen ist. Mein Mann ist erst später zum Glauben gekommen, aber auch er hat sich dann für ein Leben mit Jesus entschieden. Wir haben seither soviel Gnade, Segen, Zuversicht und Hoffnung bekommen, auch wenn die Aussichten oft nicht gut waren, dass ich mir ein Leben ohne Jesus nicht mehr vorstellen kann. Er führt mich so sicher, ich kann fallen und er hebt mich wieder auf, er führt mich, er läßt mich wachsen, zeigt mir meine blinden Flecken, und das alles mit einer Sanftmut und Geduld, dass ich immer nur wieder staunen kann. Für mich ist grade auch wieder ein Stück weit Arbeit und Aufarbeitung angesagt, weil er mich wachsen lassen will. Stück für Stück offenbart er mir Dinge die mir lange verborgen waren, was ich empfinde ist tiefe Dankbarkeit. 
Ich lerne grade ganz neu, warum ich ticke wie ich ticke, was es mit meinem alten Leben zu tun hat, was es heute noch mit mir macht, wie ich Dinge anderes, besser angehen kann. Etwas mit dem ich schon immer gesegnet war, ist ein dankbares zufriedenes Herz, was ich zur Zeit lerne, ist, meine Bedürfnisse anderen mitzuteilen. Ich bin ein Mensch, der das so bisher noch nicht gemacht hat, ich habe oft meine Bedürfnisse ignoriert, bzw, bin immer wieder über meine Grenzen gegangen, habe nicht gelernt mich und mein Empfinden anderen mitzuteilen, selbst gar nicht genau zu wissen, wo meine eigenen Grenzen liegen. Selbst mein Mann, wußte erst oft, dass es mir richtig schlecht geht, als es schon fast zu spät war, ich bin kein Mensch der sich anderen offenbart, ich mache es immer erst mit mir und Gott aus, aber für andere Menschen ist es eben sehr schwierig, mich bzw meine Bedürfnisse dann einzuschätzen. Ich bin sehr dankbar, dass Jesus mich auf diesem Weg, weiter zu wachsen begleitet, sehr dankbar, dass es bei allen was mich bewegt, ich gewiss bin, dass ich niemals ohne ihn sein brauche und er selbst meine tiefsten Gedanken und Bedürfnisse kennt, auch wenn ich selber sie oft noch nicht mal wahrnehme. Mein Retter, mein Seelentröster, mein Lebensgrund.



probegenäht

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